Charlie Watts

Wieder ein wehmütiger Abschied – Charlie Watts, der Schlagzeuger der Rolling Stones, ist gestorben. Immerhin wurde er achtzig Jahre alt. Er war das unauffällige Bandmitglied, keine Skandale, keine Boulevard-Schlagzeilen. Sein eigentliches Interesse galt dem Jazz. Trotzdem begleitete er die Stones nicht nur durch ihre gesamte Karriere, er sorgte auch, wie das in englischen Nachrufen formuliert wurde, für den beat einer Generation, einer ganzen Epoche. Dem würde ich durchaus zustimmen.

Wer hätte gedacht, dass ein Rolling Stone sterben könnte?

Damals, in den sechziger Jahren, zählten die Stones zu jenen Bands, deren Mitglieder man herunterradeln konnte, ohne nachdenken zu müssen: Mick Jagger, Keith Richard, Brian Jones, Bill Wyman, Charlie Watts. Nicht, dass wir das auswendig gelernt hätten. Wir wussten es einfach.

Charlie Watts stieß 1963 zu den Rolling Stones, nachdem er Brian Jones kennen gelernt hatte. Das Ergebnis waren, seiner eigenen Aussage zufolge, „four decades of seeing Mick’s bum running around in front of me.”