Fehler!

Wir erfahren, dass ein – offenbar sehr reicher – Mann aus bekanntermaßen reichem Hause ein altehrwürdiges Stift kaufen wird, irgendwo im österreichischen Alpenland. Er will dort ein Bildungszentrum einrichten, heißt’s, mit Volksschule, Gymnasium und irgendetwas höherem Digitalem.

Meine Landsleute scheinen’s hinzunehmen, als sei nichts Bemerkenswertes dran. Zwecklos, etwas dagegen zu sagen. Ich komm’ mir ohnehin längst als Außerirdischer vor. Und ich kenn’ die Antworten auswendig, aufgrund langer Erfahrung: Was soll da schlecht sein dran? Sinnvoll verwendetes Geld, sei doch froh! Wenn’s der Staat nicht vermag…

Aber genau da liegt doch der Hund begraben, oder? Der Staat sollte es vermögen. Bildung gehört nicht in private Hand. Das ist viel zu gefährlich: (a) wegen des Zugangs und (b) wegen der Inhalte. Bildung darf kein Profitgeschäft sein. Dagegen wehr’ ich mich, nach wie vor, selbst wenn’s hoffnungslos altmodisch klingt.

Froh sein?

Nein! Wir sollten es bedauern, dass es überhaupt dazu gekommen ist: dass ein Privater so viel Geld haben kann. Das sollte nicht sein. Da liegt ein Fehler vor. Das Geld gehört in öffentliche Hand. Der Fehler liegt – zum Beispiel – im Steuersystem, oder im Erbrecht (wahrscheinlich in beidem und noch einigem dazu).

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